Lena-Meyer-Landrut-Stadion

Aufgrund des Eurovision Song Contests. bei dem Lena Meyer-Landrut Mitte Mai für Deutschland zur Titelverteidigung antritt, steht der Düsseldorfer Fortuna die heimische Esprit-Arena derzeit nicht zur Verfügung. Als Ausweichstadion wurde für die letzten drei Heimspiele der Fortuna ein 20.168 Zuschauer fassendes Stahlrohrstadion direkt neben der Arena errichtet. Nachdem am 26. März zum Test ein U17-Länderspiel in der „airberlin world“ stattfand, gab es gestern die Zweitliga-Premiere für das 2,8 Millionen teure Stadion. Die Fortuna traf auf Union Berlin.

Die airbelin world ist ein kleines schmuckes Stadion, über das wohl so manch anderer Verein in der zweiten oder dritten Liga froh wäre. Gebaut wurde es v on der Schweizer Firma Nüssli, nach Saisonende wird das Stadion komplett wieder abgebaut. Die Kapazität von 20.168 Plätzen verteilt sich auf 12.454 Sitz- und 7.714 Stehplätze.

Die Fortuna gewann das Spiel mit 3:0 gegen die Union und stimmungsmäßig war in der mobilen Arena meiner Meinung nach mehr los als in der „großen“ Esprit-Arena, die Stimmungsmäßig erfahrungsgemäß eher ein Sarglager ist. Lag vielleicht auch daran, dass wir direkt neben dem Gästefanbereich saßen und die Berliner trotz dem Rückstand ihre Mannschaft über die kompletten 90 Minuten super unterstützten. Zudem hatten die Fortuna-Fans ihren Spaß damit auf den Stahlrohrtribünen eine „Mit-dem-Fuß-stampf-Laola-Welle“ zu starten, was dazu führte, das ich nun weiß wie sich ein Erdbeben anfühlen muss. Beim ersten Mal dachte ich, die Tribüne würde einstürzen.

Alles in allem, hat sich der Besuch des neuen Stadions definitiv gelaunt. Gutes Wetter, gute Stimmung, ein Ground der nur für ungefähr drei Spiele gebaut wurde und ein Heimsieg für Düsseldorf. Meine historisch gewachsene Abneigung gegenüber der Fortuna hat sich aber auch an diesem Tag nicht zum positiven geändert.

Natürlich habe ich auch fleißig Fotos gemacht, die ihr in der folgenden Slideshow bestaunen könnt oder in der Rubrik „Fotos“ findet.

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Groundhopping in Venlo

Am vergangenen Samstag ging es in die Niederlande. Ziel war das Stadion De Koel in Venlo, wo am Abend das Spiel vom 30. Spieltag der „Eredivisie“ zwischen VVV.Venlo und NEC Nijmegen angesetzt war.

Die Anreise lief reibungslos, sodass wir bereits etwa 2,5 Stunden vor Spielbeginn in Venlo waren. Nach dem wir einen Parkplatz gefunden haben machten wir uns zu Fuß auf zum Stadion. In einem Supermarkt machten wir einen kleinen Zwischenstopp um ein nicht-kühles koffeeinhaltiges Erfrischungsgetränk zu erwerben und zu lernen, dass die Holländer die 1-Cent-Münzen einfach mal abgeschafft haben. Naja so kostete die für 1,01 € ausgezeichnete Cola nur 1 €. Nach dem Supermarkt-Umweg kamen wir circa 2 Stunden vor Spielbeginn am Stadion an.

Das Stadion De Koel – das nach dem Sponsor Seacon Logistics nun Seacon Stadion De Koel heißt, hat ein Fassungsvermögen von 8.000 Zuschauern, darunter 1.500 Stehplätze. Erbaut wurde es 1972, wobei letzte Umbaumaßnahmen im Jahr 2009 erfolgten. Alle vier Tribünenseiten sind ausgebaut, wobei sich der Heim-Stehbereich in der Ostkurve hinter dem Tor befindet. Erwähnenswert ist vor allem die Werbebande der „Drukkerij Knoops“ in der Ostkurve, die aufgrund der Ähnlichkeit zu meinem Nachnamen natürlich als Fotomotiv herhalten musste.

Zum Spiel will ich nicht viele Worte verlieren, der VVV traf als 17. der Tabelle auf den Tabellenzehnten Nijmegen. Chanenmäßig war Venlo überlegen, doch NEC ging in der 22. Minute durch Lorenzo Davids (dem Neffen von Edgar Davids, dem 74-maligen niederländischen Nationalspieler) in Führung. Nach der Pause legte Nijmegen dann in der 58., 61. und 81. Minute nach und führte mit 4:0. Erst in der dritten Nachspielzeit konnte der VVV durch einen Foulelfmeter noch ein Tor erzielen, sodass das Spiel 1:4 endete.

Nach dem Spiel vielen vor allem die hunderte von Fahrrädern auf, die vor dem Stadion abgestellt worden. Sowas gibt es wohl nur in Holland – oder in Ostfriesland. Ich fand es jedenfalls lustig, aber aufgrund der Geografie bietet es sich in Venlo natürlich an mit dem Fahrrad zum Stadion zu fahren.

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